Wie auch in den vergangenen Jahren gab es dieses Mal mit dem Italienischkurs der Q1 eine Studienfahrt nach Italien. Ein Satz, der dabei häufig auf unserer kleinen Reise nach Rom fiel, war: „Ich zitiere jetzt mal Maria Hoffrogge, es hat alles seinen Sinn.“ Und die Bedeutung hinter diesem Satz wurde uns nur zu klar.

Der frühe Morgen des 03.02.2020 startete mit dem Treffen am Düsseldorfer Flughafen. Problemlos ging es dann ab nach Rom, der Hauptstadt Italiens, nachdem man sich dann auch über die Sitzplätze im Flugzeug geeinigt hatte. Beglückt wurden wir mit gutem Wetter von 18°C und Sonne, doch auch dies sollte uns zum Verhängnis werden, denn um die versäumten Schulsportstunden während der Reise wieder aufholen zu können, gab es eine 30-minütige Wanderung nach einer einstündigen Busfahrt bis zum Hostel, mit Gepäck in der Hand, unter ständiger Angst, von den Italienern überfahren zu werden. 

Letztendlich sind alle heil am Center 1&2 Hostel angekommen. Doch der nächste Schock folgte, als ein Schüler seinen Koffer öffnete und Frauenwäsche zu Gesicht bekam. Dies führte zu Insidern wie z.B „Möchtest du nicht doch deinen Kleidungsstil ändern?“  Während Frau Glatzel also zusammen mit zwei weiteren Schülern zurück zum Flughafen fuhr, um den Koffer wieder zurückzutauschen, schlugen die restlichen Schüler einen 20-minütigen Weg zum Kolosseum ein, der sich für das Wahrzeichen Roms natürlich auch lohnte.

Über die Woche hinweg trafen wir uns alle zusammen nach dem Frühstück, meist um 9 Uhr in der Lobby, um gemeinsam die Metro zu den Sehenswürdigkeiten nehmen zu können.  Auszuschließen waren jedoch nicht kleinere Problemchen wie Zu-spät-Kommende oder erkrankte SchülerInnen, fehlende Jacken an den kalten Tagen und Irrwege seitens Frau Glatzel und Herr Christian, die zu weiteren längeren Fußmärschen führten, trotz der Hilfe von Google Maps. 

Vormittags kamen wir dann schließlich an den Sehenswürdigkeiten an, über die wir Schüler Präsentationen hielten, die bereits vorher im Unterricht erarbeitet worden waren, wie dem Pantheon, der Spanischen Treppe, dem Denkmal „Vittorio Emmanuele“, das im Volksmund die Schreibmaschine genannt wird, dem Petersdom und natürlich dem Trevi-Brunnen, bei dem die Legende sagt, dass, wenn man rückwärts eine Münze über die Schulter in das Wasser wirft, man zurück nach Rom kehrt. Bei zwei Münzen verliebt man sich dann in Rom und bei drei Münzen heiratet man in Rom. Dies wurde dann auch von uns ausprobiert.

Zudem gab es auch noch Führungen, wie z.B. im Kolosseum und im Forum Romanum  oder den Katakomben, bei der die Reiseführerin oftmals fragte, ob wir diese oder jene Geschichte aus der Bibel kennen würden und nur peinliche Stille unsererseits folgte. In Rom hatten wir auch sehr viel Freizeit, um uns in Kleingruppen einen eigenen Eindruck über die Stadt zu verschaffen, was uns natürlich besonders gefiel. Jedoch blieb meist die Frage, wo wir uns wieder treffen und dabei konnten wir als Spaß gemeinte Gespräche zwischen den Lehrern erhaschen, wie z.B.

Frau Glatzel: „Wo treffen wir uns?“

Herr Christian: „Vor dem Model da.“

Frau Glatzel: „Dem Heißen?“

Herr Christian: „Ja.“

(Gemeint war dabei das Schaufenstermodel des Victoria Secret Ladens am Flughafen Roms.)

Am Ende jedes Abends begab sich dann der Kurs gemeinsam in ein Restaurant, welches die Lehrer immer aussuchten. Und die Wahl, was man sich zum Essen bestellen möchte, bestand selbstverständlich zwischen Pizza und Pasta. Um diese auch bezahlen zu können, schob uns Frau Glatzel als fürsorgliche Mutti heimlich 10€ zu, die wir ihr vorab bereits überwiesen hatten. 

Schon bald stand der Rückflug nach Deutschland an. Bewaffnet  mit einem Mundschutz aus Angst vor dem Coronavirus fuhren uns Großraumtaxen gemütlich und ohne Probleme zum gewünschten Terminal. Dank der Vertauschung des Koffers und dem Taxifahrer, welcher Frau Glatzel über die preiswerten Taxipreise informiert hatte, blieb uns somit am letzten Tag der Weg zur Bushaltestelle und die Busfahrt erspart. Dadurch zeigte sich mal wieder, es hat alles seinen Sinn. ☺

Autorinnen:

Tu Quyen Hoang , in Zusammenarbeit mit Katharina Böttner und Mara Verjé