Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Telefonzelle und die Wandmalereien, die jahrelang den Eingangsbereich der Schule schmückten. Seit der Umgestaltung vor vier, fünf Jahren betritt der Besucher eine lichte, in warmen Farben leuchtende Halle mit von Zeit zu Zeit wechselnden Ausstellungen.

Es begann – passend zur Örtlichkeit – mit Schulutensilien, in bildlicher Darstellung und als überdimensionale Objekte. Darauf folgte die ‚optical art‘, streng geometrische Formen in kühlem schwarz-weiß Kontrast. Auch hier ergänzten den Raum füllende, gestapelte Quader die Darstellungen an der Wand.

Und nun: Flamingos. Eine rosa leuchtende Kolonie steht da im Wasser. Ein echter Blickfang, ein Hingucker. Mal gleitet ihr Blick nach vorn übers Wasser, mal senken sie ihre langen Hälse auf der Suche nach Nahrung ins Wasser, mal zupfen sie ihr Gefieder. Ein Hauch von südlichen Gefilden in Gladbeck. Die Idee für das Projekt – wie für die variable Gesamtkonzeption – hatte Kunstlehrerin Karoline Dumpe, die das Konzept mit der Klasse 8c umsetzte.

So entstanden mehr als zwanzig Watvögel auf Leinwand im Format 70×100 in Mischtechnik. Die dekorativen Kunstwerke zeigen die Flamingos in ihrer typischen Körperhaltung. Und doch ist jeder Vogel in Gestik und Gefiederstruktur individuell.

‚Dabei haben die Schüler auch noch gelernt, warum die Flamingos so lange auf einem Bein stehen können und woher sie diese typische Gefiederfarbe haben‘, blickt Kunstpädagogin Dumpe auf ihre Unterrichtsreihe zurück. Und nebenbei entstand so ein attraktiver Willkommensgruß für alle Besucher des Ratsgymnasiums.