… ein kleiner Insider, der in der diesjährigen JuniorAkademie in Königswinter durch eine verwirrte Teilnehmerin und durch die anderen 53 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das ganze irgendwie urkomisch fanden und einfach nicht auf sich beruhen lassen konnten, zustande kam.

Jährlich findet in den Sommerferien in Königswinter eine sogenannte JuniorAkademie statt. Dabei handelt es sich um ein länderbezogenes, außerschulisches Programm zur Förderung besonders interessierter sowie kompetenter Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen acht und neun. Im Standort Königswinter gab es drei verschiedene Kurse (Forensik, Molekulare Biomedizin und Astrophysik). In den Kursen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Professoren, Lehrern und Fachleuten unterrichtet und stiegen in Thematiken ein, die nicht in der Schule behandelt werden.

Beim Bewerbungsverfahren im Frühjahr 2019 habe ich mich für den Kurs Astrophysik entschieden und setzte mich schließlich in den Sommerferien, nachdem ich glücklicherweise angenommen wurde, mit Themen wie Sternentstehung und -entwicklung, dem Spektrum des Lichts, Exoplaneten, Galaxien, Einsteins Spezieller Relativitätstheorie und vielen anderen Fachbereichen innerhalb der Astrophysik intensiv auseinander.

Der Unterricht bestand größtenteils aus Vorträgen unserer Kursleiter Tobias und Tobias, aber auch aus einigen praktischen Experimenten sowie Projekten unsererseits. Auch wenn die Veranstaltungen durchgehend sehr anspruchsvoll waren, hat es, durch eine angenehme Lernatmosphäre und einem lockeren Miteinander innerhalb des Kurses, sehr viel Spaß gemacht.

Jedoch bestand die JuniorAkademie nicht nur aus Unterricht. Stattdessen war sie ein umfangreiches und spannendes Ferienerlebnis. Durch die, überwiegend von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst organisierten, kursübergreifenden Aktivitäten (kurz KüAs) war alles Möglich an Sport-, Musik-, Freizeit- und Kreativprogramm verfügbar. Außerdem ermöglichte es die JuniorAkademie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Gleichgesinnte mit ähnlichen Interessen und vielen Gemeinsamkeiten kennenzulernen. Durch das ständige Miteinander, nämlich vom Frühsport morgens um 06:30 Uhr bis zur vermeintlichen Bettruhe um 23:00 Uhr, wurde man schließlich zu einer so starken Gemeinschaft, dass man sich nach der großen Abschlusszeremonie am Ende gar nicht voneinander verabschieden wollte, und dann doch nur unter Tränen.

Was ich mir also zuerst wie ein Camp für Streber vorgestellt habe, wurde schlussendlich ein wundervolles Sommererlebnis, bei dem ich viele neue Freundschaften geschlossen und sehr viel spannendes Wissen erlangt habe.

(Autorin: Lisa Kurella, EF)