RAGAZZI, ANDIAMO! Wie üblich findet in den Italienischkursen der Q1 ein Austausch mit einer Schule in Apulien statt. Da dieser 2019 nicht stattfinden konnte, haben sich unsere Lehrer eine schöne Alternative ausgedacht: Am Abend des 27.05.19 ging es um 22:30 von der Schule aus los und wir erreichten nach knapp 19 Stunden unser Hotel in Lido di Jesolo in der Region Venetien in Norditalien. Nach Beziehen der Zimmer haben wir gemeinsam die Gegend rund um das Hotel erkundet. Nur 2 Minuten zu Fuß entfernt lag direkt eine große Einkaufsstraße mit verschiedenen Geschäften, Hotels und Restaurants und dem schönen Strand von Jesolo. Frau Glatzel und Herr Christian haben sich für die Tage vor Ort verschiedene Programmpunkte ausgesucht und wurden von Herrn Lange unterstützt. Am besten gefiel uns dabei der Freitag mit mehreren Schiffsfahrten von Venedig aus nach Murano und Burano. Dabei spielte das Wetter mit, wobei Herr Christians Sonnenbrandkühlungs-Gel anschließend heiß begehrt war. Die Tage mit dem schlechten Wetter waren trotzdem auch sehr lustig. Die meisten von uns sahen letztendlich wie Müllsäcke aus, da wir große Plastiktüten für 3 Euro zum Schutz vor Regen gekauft hatten. Damit sind wir dann 6 Stunden durch Venedig gelaufen. Es war ein Erlebnis, die Stadt zu erkunden. Da es uns so gut gefiel, hat sich über die Hälfte der Gruppe den gleichen Pulli mit der Aufschrift „Università di Venezia“ gekauft. Wir haben uns durch das Wetter also die Laune nicht verderben lassen. Der meist gehörte Spruch war „Ragazzi, andiamo!“ („Leute, los geht‘s!“). Herr Christian hat ihn letztendlich von Leon übernommen und immer wieder gesagt, wenn wir losgegangen sind. Ein weiterer Running Gag ergab sich bei unserem Abendessen, da des Öfteren Plastikstückchen in den Mahlzeiten zu finden waren. Dementsprechend wurden spaßeshalber Wetten abgeschlossen, wo als nächstes Plastik untergemischt ist. Uns geht es allen gut und keiner hat Schäden davongetragen. Uns wurden in der Università di Padua, der drittältesten Uni der Welt, vieles zu dessen Geschichte erzählt. Paduas jetzige Universität erstreckt sich über die ganze Stadt, wobei man fast alle Studienfächer belegen kann. Wer weiterhin Italienisch erlernen und dabei auch gerne studieren möchte, kann Padua als geeigneten Studienort wählen. Unser letzter Tag war wie im Bilderbuch: Wir hatten 25°C, strahlenden Sonnenschein und eine coole Truppe. Wir verbrachten einige Stunden gemeinsam am Strand und im Wasser, wobei Herr Lange immer alles im Blick hatte. Schwimmen, Volleyball (wenn man es Volleyball nennen konnte) und sich bräunen standen auf dem Programm. Später liehen sich einige Schüler insgesamt drei Tretboote mit Rutsche und fuhren mit guter Laune und Musik hinaus. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen ohne Plastik sind wir gemeinsam auf die lange und gut besuchte Einkaufsstraße gegangen und haben von den Lehrern ein sehr leckeres Gelato ausgegeben bekommen. Einen großen Dank nochmal dafür! Insgesamt war es eine sehr schöne Fahrt trotz der langen Anreise, da es manchmal ein paar Missverständnisse zwischen uns und unserem Busfahrer gab. Auf der Rückfahrt gab es dann auch ein Problem mit dem Tacho, um die Zeit der Pause zu messen, wodurch wir dann eine weitere halbe Stunde auf einer Raststätte sitzen durften. Doch die gute Laune ließ uns dies alle mit Humor nehmen. Tanti saluti! Laura Möller Lisa-Marie Stollfuß