Segeln 2Seit nunmehr vielen Jahren geht jedes Jahr nach den Sommerferien eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe EF auf die Reise zum Segelkurs an den Dümmer See (Niedersachsen). Neben dem Erwerb des Sportboot-Führerschein Binnen steht vor allem der Spaß am Segeln im Vordergrund. Während die Teilnehmer bereits Monate im Voraus durch Frau Brinkschneider in die theoretischen Belange des Segelns, wie etwa Verkehrszeichen, Verhalten bei Gefahr und Knoten eingeführt werden, geht es im September darum, das Segeln auch in der Praxis zu erlernen und Wind und Regen zu trotzen. Am Ende der achttägigen Odyssee steht eine Prüfung an, die vom Deutschen Segler-Verband durch externe Prüfer abgenommen wird. Diese besteht aus einer theoretischen und praktischen Prüfung sowie einer Knotenprüfung.

Ansprechpartnerin: Frau Brinkschneider

Hier ein Bericht über den Segelkurs 2014:

„Reise, reise aufstehen, nach alter Seemannsweise“, ein mit einem schrillen Pfiff begleiteter Weckruf seitens Herrn Breder wird den meisten Schülern noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Auch im Schuljahr 2014/2015 machte sich eine 16-köpfige Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe EF in Begleitung von Frau Brinkschneider und Herrn Krüger auf den Weg zu einer Segelwoche zum Dümmer See nahe Osnabrück. Auch die bereits pensionierten und segelbegeisterten Kollegen Herr Breder und Herr Schmidt ließen es sich nicht nehmen, den Segelkurs wieder einmal mit Rat und Tat zu unterstützen.

Am Jugendgästehaus angekommen hatten die Schüler kurz Möglichkeit sich umzuziehen (anders als in den Jahren zuvor, gab esSegeln 1 dieses Mal niemanden mit Gummistiefeln und Regenhose) und dann ging es auch schon direkt zur Segelschule Godewind. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch – wenn auch nur in Begleitung mit den Lehrpersonen – gleich aufs Wasser. Bei 2-3 Windstärken lernten die Schüler bereits am ersten Tag Wenden und es zeigte sich, dass sich alle immer mehr mit der Jolle vertraut machten. Beispielsweise durfte das Segelboot anfangs überhaupt nicht „schräg“ sein und musste gerade übers Wasser segeln; nach wenigen Stunden aber wurden die ersten Versuche gewagt, wie viel Krängung so ein Boot eigentlich haben kann.

Nach dem leckeren Abendessen gab es täglich eine halbstündige Segeltheorie: Dort wurde das am Tag Gelernte aufgearbeitet und neue Sachen, welche am nächsten Tag erlernt werden sollen, erklärt. Auch wurden dort Knoten gelernt, beziehungsweise mussten die meisten Schüler lernen; die Schülerinnen hatten das Ganze bereits im Vorfeld heraus, so dass die Segeltheorie meist eher beendet war. Anschließend ist Freizeit angesagt und es wurde fleißig für das alljährliche Volleyballspiel gegen die Lehrer geübt. Doch auch in diesem Jahr behielten die Lehrer die Oberhand.

Und so vergingen die Tage. Mal mit mehr, mal mit weniger Wind. Die Schülerinnen und Schüler lernten neben der Wende, die Halse, das Fahren auf verschiedenen Kursen, das Boje-über-Bord Manöver und trotz all der Lernerei kam der Spaß nie zu kurz. War kein Wind da, wurde kurzer Hand eine Paddelregatta gestartet, oder es wurde einfach nur gechillt.

Segeln 3Als jedoch der Tag der Prüfung näher und näher kam, stieg die Nervosität mehr und mehr an und vor allem als am Prüfungstag ein heftiger Wind wehte, war vielen das Nervöse ins Gesicht geschrieben. Doch nachdem alle die Theorieprüfung – die einen besser, die anderen schlechter – bestanden hatten, war auch die Praxisprüfung auf dem Wasser kein Problem mehr und alle hatten nach einer schönen Woche, mit einer mehr als intakten Gruppe von Schülern, den Segelschein in der Hand und verbrachten die letzten Stunden auf dem Wasser, bevor es nach Hause ging und der ganz normale Schulalltag wieder startete. (Ben Tautz)